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Bericht des DFB über Freddi als eines der Top-Talente der dritten Liga |
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Freitag, 17. Dezember 2010 |
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Frederic Löhe: Bei Uwe Kamps in der Lehre Thomas Müller und Holger Badstuber haben es vorgemacht: Die 3. Liga ist ein gutes Sprungbrett für Talente, die sich eines Tages einen Namen machen und anbieten wollen für noch höhere Aufgaben. DFB.de stellt die möglichen Stars von morgen regelmäßig freitags vor.
Eigentlich spielte er im Sturm, von Kindesbeinen an, schon, als er mit vier Jahren beim TuS Elsenroth im Oberbergischen angefangen hatte. Auch beim FV Wiehl, wohin er in der D-Jugend gewechselt war - immer mit Drang nach vorne, immer im Zentrum. Bis sich in einem Pokalspiel der Torwart verletzte. "Ich war der Größte", sagt Frederic Löhe, "also bin ich ins Tor gegangen."
Wie es das Schicksal wollte, gab es am Ende dieses Spiels ein Elfmeterschießen, und Löhe wehrte drei Schüsse ab. Und kurz danach wurde er zu einem Sichtungslehrgang für den DFB-Stützpunkt Bergneustadt eingeladen.
"Für mich war es das große Glück"
Es kommt nicht selten vor, dass der Verlauf einer Fußballerkarriere von einem zufälligen, manchmal sogar ungewollten Ereignis beeinflusst wird: Positionswechsel, Vereinswechsel. Franz Beckenbauer wurde von einem Spieler von 1860 München geohrfeigt und ging deshalb zu den Bayern und nicht zu den "Löwen". Ya Konan, Stürmer von Hannover 96, wurde entdeckt, als die 96-Späher eigentlich einen anderen Kandidaten beobachteten. Serdar Tasci begann als Stürmer und spielt heute in der Abwehr - beim VfB Stuttgart und in der Nationalmannschaft.
"Für mich war es das große Glück", sagt Löhe, "als Feldspieler wäre ich wahrscheinlich kein Profi geworden." Doch Glück allein reicht nicht aus, um den Fußball zum Beruf zu machen, weiß der 22-Jährige, der seit Beginn dieser Saison beim SV Sandhausen spielt.
Von seinem Platz im Feld konnte er sich jedoch noch nicht so ganz trennen. Löhe und das Tor - es war Liebe auf den zweiten Blick. Beim FV Wiehl spielte er zunächst weiter im Mittelfeld, auch am Stützpunkt, erst nach ein paar Monaten wechselte er dort zwischen die Pfosten, weil es einfach so gut lief. So gut, dass Späher des 1. FC Köln ihn beim Stützpunkttraining entdeckten und ihn zum FC einluden. Dort trainierte er einmal in der Woche mit, als Torwart, und spielte ansonsten erst einmal weiter in Wiehl, im Feld. "Ja, es war ungewöhnlich", sagt Löhe, "aber geschadet hat es mir bestimmt nicht." Als der FC ihm dann ein Angebot unterbreitete, war die Wahl gefallen - zu Gunsten der Laufbahn als Keeper.
Wechsel von Köln zur Borussia
Das erste Gefühl beim neuen Klub: Verblüffung. Training auf Rasen oder Kunstrasen und nicht auf Asche, immer gefordert werden, Topmitspieler und Topgegner. "Diese Zeit beim FC war sehr wichtig für mich", sagt Löhe, der in der C 2-Jugend kam und nach der B 2-Jugend wieder ging. Die Kölner wollten sich damals nicht auf eine klare Nummer eins festlegen. Außerdem rückte in Ron-Robert Zieler ein großes Talent nach. "Ich wollte Klarheit haben", sagt Löhe, der daraufhin ein Probetraining bei Borussia Mönchengladbach bestritt und dort Torwarttrainer Uwe Kamps überzeugte. "Von da an ging es erst richtig los."
Die Mama fuhr ihren Sohn von Elsenroth nach Gladbach, 120 Kilometer hin, 120 Kilometer zurück, praktisch jeden Tag. "Was meine Eltern für mich auf sich genommen haben, ist bemerkenswert. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar", sagt der junge Torwart, der dank einer Ausnahmegenehmigung schon mit 17 den Führerschein machen und alleine vom Oberbergischen an den Niederrhein fahren konnte.
Viel Zeit ging jedoch nach wie vor dafür drauf. "Zum Glück musste ich in der Schule nie wirklich viel lernen", sagt er. "Irgendwie hat es immer gereicht." In der Schule reichte es, im Klub wurde es immer besser.
Hinter Ulreich, Fährmann und Sippel
Einsätzen bei den Gladbacher Junioren folgten Nominierungen für die Niederrhein-Auswahl und zwei Berufungen zu DFB-Lehrgängen. Zu einem Länderspiel reichte es jedoch nicht. "Man muss sagen, dass Keeper wie Sven Ulreich, Tobias Sippel oder Ralf Fährmann in diesem Alter einfach besser waren. Es ist ein sehr starker Jahrgang", sagt Löhe ganz offen.
Nach guten Leistungen bei den A-Junioren durfte er schließlich im Januar 2007 mit den Profis ins Trainingslager nach Portugal. Als dritter Torwart hinter Kasey Keller und Christofer Heimeroth. Trainer war damals Jupp Heynckes, sein Co war Jos Luhukay. Löhe verausgabte sich voll im Training, "ich wollte mich zeigen". Mit Luhukay machte er stundenlang Schusstraining, und als dieser einige Wochen später Chefcoach der Borussia wurde, entschied er: "Freddi" bleibt oben.
Fangen, Fausten, Springen
Löhe entschied sich daraufhin, die Schule zu beenden. Fachabitur ist ja schließlich auch nicht schlecht. Jeden Tag Training mit Uwe Kamps: Fangen, Fausten, Strecken, Springen. Vor allem aber lebte ihm Gladbachs Torwartidol Professionalität vor. "Uwe ist ein absolutes Vorbild, er lebt diesen Beruf. Er ist immer der Erste, der kommt, und der Letzte, der geht", sagt Löhe.
Damit, sagt der Keeper, "hat er mich sehr geprägt. In dieser Zeit habe ich erst richtig gelernt, was es heißt, Profi zu sein." Kamps war es auch, der es dem Gladbacher Coach Hans Meyer, der Luhukay beerbt hatte, ans Herz legte, Löhe im Oktober 2008 für das Bundesligaspiel beim VfL Wolfsburg ins Tor zu stellen, nachdem die Schlussleute Heimeroth und Gospodarek ausgefallen waren.
Gegentor von Grafite
"Klar ist man nervös vor so einem Spiel", sagt der Keeper. Und wohl auch ein bisschen übermotiviert. Das erste Spiel, das erste Mal, dass viele Leute auf einen schauen. Löhe flog zwei-, dreimal an einer Flanke vorbei. "Ich bin bei jedem Ball aus dem Tor gekommen", sagt er. "Ein paar Mal zu oft. Ich wollte einfach zu viel. Heute würde ich das anders machen."
In der 40. Minute foulte er Grafite, der den fälligen Elfmeter verwandelte. Dennoch war es kein wirklich schlechtes Debüt des 20-Jährigen, auch wenn es nach 90 Minuten 3:0 für die "Wölfe", den späteren Meister, stand. Es blieb Löhes bis heute einziger Bundesligaeinsatz, danach wurden die Etablierten wieder fit.
Ein Erstligaspiel in der Vita zu haben, ist etwas, von dem viele Fußballer träumen. Und Löhe konnte ihn gar nicht mal genießen. "Wie besonders das ist, realisiert man nicht so schnell. Dafür arbeitet man, dafür gibt man alles", sagt er. Und außerdem sei er zu hungrig, um damit sein Karriereziel schon erreicht zu haben. Sein größtes Erlebnis war darum auch ein anderes: Vor 100.000 Menschen auf dem Mönchengladbacher Rathausbalkon zu stehen und sich für den Aufstieg 2008 feiern zu lassen. "Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran denke", sagt er.
Verlängert und verliehen
Anfang dieses Jahres entschieden Torwart und Verein, dass es besser sei, wenn Löhe höherklassig Spielpraxis sammle. Bislang hatte er immer mit den Profis trainiert und in der U 23 in der Regionalliga West gespielt, also viertklassig. Eine Liga höher sollte es schon sein, da kam das Angebot aus Sandhausen gerade recht. Der Vertrag bei der Borussia wurde bis 2012 verlängert und der Torwart für ein Jahr zum SVS verliehen.
"Oben mitspielen" lautete das Ziel vor der Saison, die Gegenwart heißt Abstiegskampf. "Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt, aber wir müssen diese Situation jetzt annehmen und schauen, dass wir da unten wieder herauskommen."
Ob er den Schritt bereue? "Überhaupt nicht", sagt Löhe. "Ich fühle mich wohl, und auch in solch einer Situation kann man sich weiterentwickeln und dazulernen." Wichtig sei es schließlich auch, dass er regelmäßig auf diesem Niveau spielen könne.
"So wie Manuel Neuer das macht"
Das tut er mit Ausnahme einer kurzen Verletzungspause auch. "Ich habe keinen Grund, ihn aus dem Tor zu nehmen", sagt Sandhausens Trainer Pawel Dotschew. "Freddi hat alle Voraussetzungen, Bundesligatorwart zu werden. Er ist sehr diszipliniert und ehrgeizig."
Er sei aber, auch das sagt der Trainer, auch noch kein fertiger Spieler. Löhe müsse noch lernen, seine Aufgabe offensiver zu interpretieren, also mehr mitzuspielen, das Spiel zu eröffnen. "So wie zum Beispiel Manuel Neuer das macht", sagt Dotschew. Und auch Löhe, der es sich zum Ziel gesetzt hat, innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder in der Bundesliga zu spielen, ist überzeugt: "Ich kann mich überall verbessern, ich kann noch mehr."
Bis zum kommenden Sommer wird er auf jeden Fall in Sandhausen bleiben, will mit dem Klub die Klasse sichern. Danach, so war der Plan, als er den Klub wechselte, soll er zurück nach Gladbach. Ob es so kommt, ist noch offen. "Ich kann mir alles vorstellen", sagt Löhe. Nur ins Feld gehen, das wird er nicht mehr.
Quelle: http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=25884&tx_dfbnews_pi4[cat]=178 |
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Freddi steht zur Wahl als Spieler des Monats im SWR |
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Samstag, 6. November 2010 |
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http://www.swr.de/sport-am-samstag/-/id=233306/nid=233306/did=6813862/bkgagi/index.html |
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Niederlage gegen den Tabellenführer Hansa Rostock |
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Samstag, 6. November 2010 |
Wir verlieren gegen Hansa Rostock Ausgangslage: Unser SVS auf Rang 17 möchte im heutigen Flutlicht-Heimspiel dem Tabellenführer und Zweitligaabsteiger Hansa Rostock ein Bein stellen. Kein einfaches Unterfangen gegen das offensivstärkste und eines der defensivstärksten Teams, doch unsere Mannschaft konnte zuletzt trotz der Niederlage in Erfurt wieder mehr gefallen. Personal: Pavel Dotchev stellt die Startelf wieder auf fünf Positionen um, von Beginn an Danneberg, Rohracker, Öztürk sowie erstmals Schick und Rubink dabei. Aus der Mannschaft rutschten Fischer, Pischorn, Pinto, Jungwirth und der gelbgesperrte Ulm. Hansas Trainer Vollmann wechselte sein Erfolgsteam nur auf einer Position um, der defensivere Trybull kam, dafür wurde die zweite Spitze Vujanovic geopfert. System: der SVS im 4-4-2, Rostock im 4-2-3-1 Spielverlauf: Ein frühes Gegentor wie gegen Aalen sollte gegen den Tabellenersten tunlichst vermieden werden, doch es misslang. Vier Minuten waren gespielt, da dribbelte sich Ziegenbein auf rechts durch und passte auf den im Strafraum freistehenden Jänicke, der zum 0:1 vollstreckte. Da war die neuformierte Abwehr nicht im Bilde. Anschließend fand unser SVS jedoch recht gut ins Spiel zurück und nach Öztürks Vorlage jagte Löning den Ball in der 13. Minute von der Strafraumgrenze haarscharf am Tor vorbei. Zwei Minuten später brannte es wieder lichterloh im Strafraum des Spitzenreiters, im Anschluss an eine Ecke konnte ein Rostocker den Ball kurz vor der Linie entschärfen. Auch danach hatte unser Team seine Anteile, doch es wurde zu oft erfolglos aus der Distanz versucht. Erfolgreicher war da Hansa, nach einer halben Stunde musste Löhe den Weitschuss von Ziegenbein parieren. Die dickste Chance zum Ausgleich bot sich dann direkt vor der Pause, nach Vorlage des emsigen Rohracker hätte Öztürk mehr aus der Situation machen müssen, doch sein Schuss kam zu unplatziert. Nach der Pause legte der SVS auch wieder gut los, zunächst trat der heute unglückliche Öztürk in aussichtsreicher Position über den Ball, der ebenso fleißige und heute offensiver aufgestellte Blum hatte vorgelegt. In der 52. Minute war dann Löning mit der Riesenchance an der Reihe, sein Kopfball klatschte jedoch ans Lattenkreuz. Der SVS war drauf und dran, ins Spiel zurückzukommen, da unterlief Benschneider drei Minuten später in der 55. Minute ein folgenschwerer Abspielfehler. Der beste Rostocker Ziegenbein setzte zum Sprint an und drosch den Ball aus 15 Metern zum 0:2 in die Maschen. Unser Trainer Dotchev versuchte noch mal alles und brachte nach einer Stunde Dorn und Pinto. Pinto war es auch, der in der 70. Minute die letzte dicke Chance vorbereitete, doch Löning scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Müller. Danach schaukelte Hansa das Ergebnis relativ souverän über die Runden und der Anschlusstreffer kam leider zu spät. In der Nachspielzeit segelte ein Freistoß von Schick in den Strafraum und nach einer Kopfballvorlage traf Dorn. Doch kurz darauf kam der Abpfiff. Fazit und Ausblick: Unser SVS zeigte sich gegen den Spitzenreiter durchaus bemüht und erspielte sich eine Handvoll guter Chancen. Hansa war jedoch abgeklärter und vor allem effektiver und kann sich mit den drei Punkten weiter oben festsetzen. Unsere Mannschaft muss den Blick vorerst nach unten richten und will nächsten Sonntag punkten, wenn um 14 Uhr das Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz ansteht. Das nächste Heimspiel folgt am Samstag, den 20.11., wenn Werder Bremen II kommt. Statistik: SV Sandhausen: Löhe - Sievers, Rubink, Benschneider, Schick - Rohracker, Danneberg, Schauerte (80. Fischer), Blum (61. Dorn) - Öztürk (61. Pinto), Löning Hansa Rostock: K. Müller - Schyrba, Wiemann, R. Müller, Pelzer - Pannewitz, Trybull (76. Stoll) - Ziegenbein (67. Evljuskin), Lartey, Jänicke - Schied (85. Albrecht) Karten: Benschneider, Schick, Fischer, Pelzer (alle Gelb) Tore: 0:1 Jänicke (4.) 0:2 Ziegenbein (55.) 1:2 Dorn (90.) Zuschauer: 2380 Schiedsrichter: Steuer (Menden) Quelle: Offizielle Homepage des SV Sandhausen |
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3. Liga: Die größten Talente |
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Sonntag, 31. Oktober 2010 |
Dzekos Lehrling und der Risikofußballer Für viele Talente war die 3. Liga schon ein Karrieresprungbrett. Auch in diesem Jahr drängen sich wieder einige Jungstars auf. SPOX hat sich sechs Talente herausgegriffen und schätzt gemeinsam mit ihren Trainern Stärken und Schwächen ein. Darunter: Ein heiß umworbener Spaßfußballer, einer, der schon von Wolfsburgs Star-Stürmern lernen durfte und ein frühreifer 17-Jähriger. Die 3. Liga hat sich in den vergangenen Jahren ihren Ruf als Vorhof zu den beiden Bundesligen verdient. Und auch in dieser Saison birgt die Talentschmiede wieder einige Spieler in ihren Reihen, die man im Auge behalten sollte. SPOX hat die möglichen Stars der Zukunft gesichtet und eine Auswahl unter die Lupe genommen. Frederic Löhe (22 Jahre, Torwart, SV Sandhausen)Der Keeper war bereits dort, wo andere Talente noch hin wollen, in der Bundesliga. Löhe wurde vor der Saison von Mönchengladbach zum SVS ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Sicher nur eine Zwischenstation für Löhe. Er will mehr und hat den nötigen Biss, um in der Bundesliga Fuß zu fassen. Stärken: Löhe hat unter der Gladbacher Torwart-Legende Uwe Kamps trainiert, dessen Ausbildung nicht gerade einen schlechten Ruf genießt. Im Strafraum kann sich Löhe zudem auf seine guten Reflexe und sein großes Selbstbewusstsein verlassen. Schwächen: Der 22-Jährige ist noch kein mitspielender Torwart und in dem Sinne noch kein absichernder Libero, der auch mal lange Bälle für seine Abwehrreihe abfängt. Generell hat er beim Spiel mit dem Fuß noch Potenzial nach oben. Das sagt Pawel Dotchew (Trainer): "Frederic weiß, was er kann und will. Ich würde mir trotzdem wünschen, dass er weiterhin bei uns bleibt und Spielpraxis sammelt. Eine Rückkehr in die Bundesliga würde ihm nur etwas bringen, wenn er dort Stammtorwart wird. Ansonsten wäre er bei uns besser aufgehoben." Quelle: http://www.spox.com/de/sport/fussball/dritte-liga/1010/Artikel/talentcheck-frederic-loehe-marcus-piossek-alexander-esswein-karim-bellarabi-patrick-mayer-raphael-holzhauser.html |
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Sandhausen verliert 1:2 in Erfurt |
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Sonntag, 31. Oktober 2010 |
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Ausgangslage: Nach dem kämpferisch schwächeren Auftritt gegen Aalen ist unser SVS heute auf Wiedergutmachung aus. Als Tabellensiebzehnter treten WIR beim Sechsten Rot Weiß Erfurt an. Die Thüringer hatten zuletzt einen Lauf und konnten drei von vier Spielen gewinnen. Von sechs Heimspielen wurden fünf gewonnen. Personal: Pavel Dotchev suchte gegen seinen ehemaligen Verein nach „Kriegern" und stellt abermals auf fünf Positionen die Mannschaft um. Für den gesperrten Stickel, sowie Schulz, Zinnow, Öztürk und Danneberg spielen heute Benschneider, Sievers, Pischorn, Schauerte und Ulm. Dorn und Ristic fehlen nach wie vor. Der ehemalige SVS-Spieler und jetzige Erfurt-Trainer Stefan Emmerling nahm in seinem Team verständlicherweise keine Änderungen vor. System: beide Teams im 4-4-2 Spielverlauf: Unsere heutige erste Elf setzte gleich ihr Vorhaben um und legte deutlich mehr Engagement an den Tag wie zuletzt. Resultat war die erste Chance nach sieben Minuten, nach Pintos Flanke in den Strafraum wurde Danny Blums Volleyschuss im letzten Moment geblockt, Sievers setzte den Nachschuss am Tor vorbei. Einen Eckball von Jungwirth köpfte Benschneider knapp übers Tor, doch eine Minute später wurden in der 17. Minute die Bemühungen belohnt. Sievers passte über 30 Meter auf Ulm, der legte geschickt auf Löning ab und unser Torjäger überlupfte den Torhüter zur 0:1 Führung. Erfurt kam auch anschließend nicht zu den dicken Chancen, ein Freistoß von Reichwein strich knapp am Tor vorbei und bei einer Flanke in den Strafraum behielt bezeichnenderweise Benschneider die Lufthoheit und klärte. Mit der Führung ging es also in die Pause, leider musste in der 37. Minute der angeschlagene Pinto vom Platz und Rohracker kam. Jener Rohracker ist es auch, der in der zweiten Halbzeit die erste dicke Chance auf dem Fuß hat. Er setzte von der Mittellinie zu einem Alleingang an und nachdem er einen Abwehrspieler aussteigen ließ, scheiterte er nach einer Stunde knapp an Torhüter Orlishausen. Leider nutzte unser Team die Chancen nicht und in der 64. Minute kam wohl das, was kommen musste. Die bis dato höchstens von den Spielanteilen leicht besseren Thüringer bekamen eine Ecke zugesprochen und der bullige Zedi köpft die Hereingabe zum 1:1 ein. Danach wollten die vom Publikum angetriebenen Erfurter natürlich mehr, doch bis 12 Minuten vor Ende hielt unsere Mannschaft den Thüringern gut stand. In der 78. Minute segelte jedoch eine Flanke in den Strafraum. Reichwein legte auf Torjäger Semmer ab, der war schneller als Pischorn zur Stelle und netzte aus kurzer Distanz ein. Wieder waren die Bemühungen zunichte gemacht. Unser Team versuchte es zwar noch mal, doch bis auf einen Kopfball des eingewechselten Rubink, der knapp am Tor vorbeiging, sprang nichts mehr heraus und so ging das Spiel ziemlich unglücklich verloren. Fazit und Ausblick: Leider steht der SVS trotz einer guten ersten Hälfte wieder mit leeren Händen da. Die heimstarken Erfurter konnten dies nach der Pause unter Beweis stellen. WIR können nach der kämpferischen Leistungssteigerung dennoch mit mehr Selbstvertrauen der kommenden schweren Aufgabe entgegensehen. Bereits am nächsten Freitag, den 5.11., ist der Tabellenführer Hansa Rostock am Hardtwald zu Gast, Anpfiff ist um 19 Uhr. David Ulm wird gelbgesperrt fehlen. Statistik: Rot Weiß Erfurt: Orlishausen - Stenzel, Bertram, Möckel, Ströhl - Weidlich (54. El Haj Ali (74. Hauswald)), Zedi, Pfingsten-Reddig, Caillas - Reichwein, Semmer (90+3. Pohl) SV Sandhausen: Löhe - Sievers, Pischorn, Benschneider, Blum - Fischer, Schauerte (86. Rubink), Jungwirth, Pinto (37. Rohracker) - Löning, Ulm (88. Öztürk) Karten: Semmer, Orlishausen, Ulm, Fischer, Rohracker (alle Gelb) Tore: 0:1 Löning (17.) 1:1 Zedi (64.) 2:1 Semmer (78.) Zuschauer: 6245 Schiedsrichter: Dittrich (Bremen) Quelle: http://www.svs1916.de/index1916.php?navid=234949&cmd=newsdetail&newsid=34823&seite=0 |
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Bericht im SWR: SV Sandhausen erzielt mit 10 Mann ein glückliches Unentschieden in Ahlen |
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Samstag, 16. Oktober 2010 |
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Sehenswerter Bericht mit einer Zusammenfassung der vielen Ahlener Torchancen im SWR unter: http://www.swr.de/sport/-/id=1208948/nid=1208948/did=7031392/pv=video/ofc2af/index.html |
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Kurzinterview mit Freddi auf kicker online |
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Samstag, 16. Oktober 2010 |
Frederic Löhe will hoch hinaus Frederic Löhe war ziemlich entspannt. "Ich habe ja nichts draufbekommen, aber das ist ja schon mal positiv", sagte der Torwart des SV Sandhausen nach dem lockeren 3:0-Sieg im Achtelfinale des badischen Fußball-Pokals beim Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen. Die neue Nummer 1 verlebte einen ruhigen Samstagnachmittag. Ansonsten allerdings ist es beim so enttäuschend gestarteten Aufstiegsfavoriten alles andere als still.
"Wir können zwar im Moment nicht ganz nach oben blicken, wollen aber unbedingt eine Serie starten", hofft der von Borussia Mönchengladbach bis Saisonende ausgeliehene Löhe auf dauerhafte Erfolge. Schließlich will der 22-Jährige hoch hinaus, am besten zurück in Liga eins. Dann allerdings nicht mehr als dritter Keeper. "Jeder Profifußballer muss alles geben, um in der Bundesliga zu spielen", sagt der 1,93 Meter große und 88 Kilogramm schwere Schüler des Gladbacher Torwart-Idols Uwe Kamps. Ein einziges Mal durfte Löhe bislang im Oberhaus ran, am 28. Oktober 2008 beim 0:3 gegen den VfL Wolfsburg. Mit dem SV Sandhausen sollte sein Weg zunächst einmal "nur" in die zweithöchste deutsche Spielklasse führen, doch auch das ist derzeit ein Wunschtraum. Quelle: http://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/543448/artikel_Frederic-Loehe-will-hoch-hinaus.html |
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Samstag, 16. Oktober 2010 |
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2004 wechselte er aus der Jugendabteilung des 1. FC Köln in die Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach. Seit der Saison 2007/08 ist er in der Lizenzmannschaft dritter Torwart hinter der neuen Nummer eins Logan Bailly und Christofer Heimeroth. Frederic Löhe bestritt seit 2006 in der 2. Mannschaft von Borussia Mönchengladbach insgesamt über 40 Spiele in der Regionalliga Nord, Regionalliga West und der Oberliga Nordrhein. Am 28. Oktober 2008 gab er gegen den VfL Wolfsburg (0:3) sein Debüt in der 1. Fußball-Bundesliga, weil Uwe Gospodarek verletzt war und Heimeroth nur als zweiter Torwart auf der Bank saß. Zur Saison 2010/2011 wird Löhe an den SV Sandhausen ausgeliehen. torwart.de hat mit Löhe gesprochen!
torwart.de: Wie kam es zum Wechsel nach Sandhausen eigentlich? Frederic Löhe: Im letzten Dezember kam Max Eberl auf mich zu und meinte, dass der Verein gerne mit mir verlängern würde. Er fügte aber hinzu, dass Gladbach mich gerne für ein oder zwei Jahre verleihen möchte. Entweder in die 2. oder 3.Liga. torwart.de: Und dann kam Sandhausen ins Spiel? Löhe: Das war eigentlich recht zufällig. Wir spielten mit den Amateuren von Gladbach gegen Münster und dort war auch Frank Leicht im Stadion, der mich sah. So kam er auf uns zu und fragte, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte. Das Angebot passte mir gut und der Verein wird sehr familiär geführt. Deshalb konnte mich das Angebot dann auch überzeugen. torwart.de: Gab es auch Unsicherheiten von dir bei diesem Schritt? Löhe: Nein, eigentlich nicht. Ich sehe das als Herausforderung an und habe mir Ziele gesteckt, die ich dort erreichen möchte. torwart.de: Dennoch. Einen Bundesligaverein zu verlassen dürfte ja sicherlich nicht so einfach gewesen sein. Löhe: Natürlich liegen Welten zwischen Gladbach und Sandhausen. In Gladbach ist alles super professionell, während in Sandhausen einiges anders läuft. Aber das macht auch die Erfahrung dort dann aus. torwart.de: Wie schwierig fiel dir der Abschied von deinem Torwarttrainer Uwe Kamps? Löhe: Uwe Kamps hat mich über Jahre gefördert und mir viele Sachen beigebracht. Aber auch er meinte, dass die Spielpraxis in der 3.Liga wichtig für mich sein wird. Und das war ja auch die Intention Gladbachs mich auszuleihen, damit ich Spielpraxis sammeln kann. torwart.de: Und wie beurteilst du deine ersten Eindrücke vor Ort? Löhe: Ich bin sehr zufrieden und gut angekommen. Aber mit dem Erreichen in der Saison natürlich nicht. Das hätte besser laufen können. torwart.de Du hast in Gladbach verlängert, obwohl es eigentlich kaum Platz für dich gab. Mit Bailly und Heimeroth sind ja zwei starke Keeper vor dir, die auch noch jünger sind. Löhe: Der Platz war wirklich zu und Gladbach hat tatsächlich sehr starke Keeper. Das war auch der Grund weshalb ich gewechselt bin. Und ich muss schauen, ob ich danach zurückkomme oder nicht. Vertrag habe ich auf jeden Fall bis 2012 in Gladbach. torwart.de: Im Grunde war die Verlängerung eine sehr sichere Variante für dich von Gladbach. Löhe: Das ist richtig. Ich bin deswegen auch sehr dankbar. Auf der einen Seite kann ich mich anbieten und beweisen, auf der anderen Seite aber habe ich noch die Sicherheit in Gladbach einen Vertrag zu haben. Aber wie gesagt, die Gedanken, wo es nach diesem Jahr weitergeht, mache ich mir erst noch. torwart.de: 2008 hast du bereits einen Bundesligaeinsatz absolviert. Inwieweit macht der Hunger auf mehr? Löhe: Natürlich will ich wieder in der Bundesliga spielen. Die Bundesliga ist das geilste was es gibt. Der Einsatz hat Hunger auf mehr gemacht, das ist klar. Aber manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um einen Schritt nach vorne zu kommen. torwart.de: In Sandhausen bist du das erste Mal als Nummer eins im Blickfeld. Inwieweit ist diese Erfahrung anders für dich? Löhe: Hier ist das ganze Training und auch das Spiel auf mich ausgerichtet. Und natürlich stehe ich mehr im Blickfeld. In Gladbach war es so, wenn ich etwas gut gemacht hatte, dann hieß es "Super". Wenn Logan etwas gut gemacht hatte, hieß es: "Darum ist er die Nummer eins." Ich konnte mir in Gladbach immer viel von Logan und Christofer Heimeroth abschauen. torwart.de: Kannst du uns ein wenig von der Torwartphilosophie in Gladbach erzählen? Löhe: Uwe Kamps ist natürlich ein echter Profi. Er hat über 500 Spiele absolviert und viel Erfahrung. Wir haben dort sowohl Praktisches als auch Theorie gelernt. Vor allem im Bereich der Videoauswertung. Sowohl Uwe Kamps als auch mein Trainer hier, Daniel Ischdonat, legen beide viel Wert auf Sprungkraft am Anfang der Woche. Das ist natürlich anstrengend, aber da muss ich durch. Uwe Kamps legt viel Wert auf eine gute und saubere Technik. Hier in Sandhausen trainieren wir aber viel mehr die Schnellkraft, was auch gut ist. Ich bin in einigen Bereichen schon schneller geworden. Ich versuche einfach von allem etwas mitzunehmen. torwart.de Wie schätzt du eigentlich das Torwartniveau in Liga drei ein? Löhe: Das liegt sehr hoch. Im Grunde bin ich der jüngste Stammtorhüter, wenn wir mal Leno und Wiedwald von den U23 ausnehmen. Es gibt sehr viele erfahrene Keeper, aber das Niveau ist generell sehr hoch und anspruchsvoll. Es ist kein Vergleich zur Regionalliga. torwart.de: Wie fühlst du das von der Belastung? Löhe: Das merke ich natürlich schon. Ich bin ganz anders ausgelastet nach einem Spiel in der 3.Liga als vorher. In der Regionalliga gab es viel Routine. Der Druck war ganz anders. Hier geht es ja auch schon um viel mehr. Auch um Geld, das muss ich so ehrlich sagen. torwart.de: Wie schwierig fiel es dir denn wegzuziehen aus Gladbach? Löhe: Wenn man 260 Kilometer auf einmal vom Elternhaus weg ist, ist das natürlich eine Umstellung. Aber Sandhausen ist ganz nett. Man ist schnell in Heidelberg und die Mannschaft hatte es mir auch einfach gemacht, mich hier zu integrieren. torwart.de: Aber wie du am Anfang meintest: Mit dem Saisonstart kannst du nicht zufrieden sein. Löhe: Sicherlich. Wir haben uns etwas anderes vorgenommen, aber häufig auch sehr knapp nur verloren. Aber ich denke, dass wir durch den neuen Trainer nun den richtigen Impuls bekommen haben. torwart.de: Hattest du eigentlich Mitleid mit Logan Bailly nach dessen 0:7? Löhe: Natürlich. Das ist ein ganz bitterer Moment für einen Torwart. Aber man hat ja auch gesehen, dass auch ein René Adler sechs Gegentore bekommen hat. Das kann jedem Keeper mal passieren. Ich habe ihm danach eine SMS geschrieben. Die Situation in Gladbach verfolge ich auf jeden Fall sehr nahe. torwart.de: Stehst du auch sonst noch in engem Kontakt? Löhe: Ja, mit Uwe Kamps telefoniere ich regelmäßig über meine letzten Spiele. Aber auch mit Christofer oder Logan schreibe ich regelmäßig SMS. Quelle: http://www.torwart.de/index.php?id=5698 |
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Interview mit Freddi auf SPORTWOCHE ONLINE |
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Samstag, 16. Oktober 2010 |
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Guten Tag Frederic Löhe. Wie beurteilst du die Leistung beim 0:2 in Wiesbaden, offensiv wie defensiv?
Frederic Löhe: Das Gesamtpaket hat diesmal gar nicht gestimmt, wir haben kein gutes Spiel gemacht. Wir haben das die letzten drei Tage aufgearbeitet und wir können absolut nicht zufrieden sein. Defensiv hatte Wehen nach zwei Minuten eine Torchance, als sie alleine auf mich zulaufen, danach hatten wir nicht viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit hatten sie noch eine Torchance, aber aus vier Chancen machten Sie zwei Tore und wir hatten kaum Aktionen nach vorne. Allgemein war das wirklich ein schlechtes Spiel von uns.
Gibt es klare Ansätze beim Training, wie ihr euch spielerisch steigern könnt?
Frederic Löhe: Der Trainer gibt uns klare Vorgaben, das haben wir in Wehen leider gar nicht umgesetzt. Gegen Bayern hat man schon gesehen, dass wir wollen. Vom Willen her kann man uns auch gar nichts vorwerfen, aber spielerisch war das wirklich ganz schlecht.
Woraus beziehst du die meiste Hoffnung, dass es gegen Jahn Regensburg am Samstag besser wird?
Frederic Löhe: Ich denke, Hoffnung ist ein falsches Wort. Man sieht im Training, dass die Qualität stimmt. Die Spiele, die wir gewonnen haben, haben gezeigt, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben. Jetzt müssen wir nur einen guten Zwischenweg finden, wie wir das Kämpferische und Spielerische miteinander verbinden, dann bin eigentlich guten Mutes für das Regensburg-Spiel.
Was fällt dir zu Regensburg bezüglich Stärken und Schwächen ein?
Frederic Löhe: Defensiv stehen Sie relativ gut, Torhüter Michael Hofmann spielt eine gute Saison. Zuhause waren Sie ziemlich eiskalt, auswärts habe ich Sie nicht so direkt verfolgt. Das ist eine Mannschaft, die wiederum zweikampfmäßig sehr aggressiv ist und da müssen wir dagegenhalten.
Bist du mit deiner persönlichen Saisonleistung zufrieden?
Frederic Löhe: Ich bin relativ zufrieden, außer mit dem Augsburgspiel. Das hat nicht gepasst, da bin ich auch sehr selbstkritisch. Sonst spiele ich eine ganz gute Rolle, aber im Endeffekt ist es eigentlich egal, wenn wir keine Punkte holen, bringt das auch nichts. Manchmal hat man es schwierig als Torhüter, nach dem folgenschweren Patzer gegen Augsburg wollten einige einen Torwartwechsel und des Öfteren wirst du als bester Mann gefeiert, was denkst du darüber?
Frederic Löhe: Wie du sagst, das ist das Leben eines Torwarts. Entweder, du bist der Held oder der Arsch (lacht), darauf habe ich mich eingelassen und damit muss man auch umgehen können. Wenn man einen Fehler macht, muss man das abschalten können.
Empfandest du es als ungerecht, als Daniel Ischdonat länger zwischen den Pfosten stand? Frederic Löhe: Gar nicht, Daniel hat gegen Heidenheim ein gutes Spiel gemacht, die Mannschaft im Spiel gehalten, das ist Fakt. Aus zwei Spielen wurden dann vier Punkte geholt, sportlich war mir klar, dass der Trainer den Daniel gegen Saarbrücken nicht aus dem Tor nehmen kann, so ist das Geschäft. Nach der Trainerentlassung habe ich ein sehr gutes Spiel gegen Hoffenheim gemacht, habe im Training meine Leistung gezeigt. Wie gesagt, in den meisten Spielen kann ich mir eigentlich keinen Vorwurf machen, das muss ich jetzt die Saison durchziehen, vielleicht noch einen Tick besser werden, dass ich der Mannschaft auch Punkte rette. Aber die Sache mit Daniel, er ist ein super Typ und hat seine Sache sehr gut gemacht. Er hat ja auch etwas Erfahrung auf dem Buckel. Das war vollkommen in Ordnung. Du bist als dritter Torhüter bzw. Regionalligatorhüter von Borussia Mönchengladbach hierher gekommen und hast sicher die Ambitionen, beim SVS eine super Drittligasaison zu spielen, um dich weiter zu empfehlen…
Frederic Löhe: Ja, ich bin ausgeliehen worden, dass ich als Nummer eins spiele, wobei man das natürlich jedem Trainer in jedem Spiel zeigen muss. Es ist ja klar, dass sich ein Trainer auch Gedanken machen muss, wenn ich zwei-, dreimal patze, das ist mir bewusst. Dass wir von vornherein eine gute Mannschaft hatten oder haben, war mir auch bewusst und ich war guten Mutes, aber die Saison ist noch lange und der Trainer wird uns so hinbiegen, dass wir noch eine gute Rolle spielen werden.
Im Fragebogen vor der Saison hast du den SVS als möglichen Aufsteiger genannt. Um zu den Saisonzielen zu kommen, wie realistisch ist das?
Frederic Löhe: Die Saison ist noch lang, das ist zwar jetzt ein Alibisatz, aber es ist Fakt, dass wir erst zehn Spiele absolviert haben. Da sind noch 28 Spiele, die bestritten werden müssen. Wir sollten nicht auf die ersten drei Plätze nach oben schauen, sondern wie der Trainer verlangt, auf uns schauen. Es geht darum, die nächsten Wochen eine gute Leistung zu zeigen und wenn wir alles geben, gut spielen und verlieren, dann ist das nun mal so. Wenn wir zeigen, was wir können und man dann verliert, kann man sich keinen Vorwurf machen.
Wenn man auf andere Mannschaften schaut, wo siehst du momentan die Stärken von Dortmund und Mainz, bei denen es so gut läuft?
Frederic Löhe: Da stimmt es einfach von jungen und alten Spielern her. Man sieht, dass Sie es absolut wollen. Gerade Mainz tritt als Mannschaft auf, wenn man 2:1 bei Bayern gewinnt. Wenn man da einen Lauf hat, dann gewinnt man bei Bayern, da müssen wir auch hinkommen, dann können wir auch zum Beispiel in Offenbach gewinnen. Das können wir sowieso, aber wir müssen in einen Lauf reinkommen. Dann spielt man 0:0, aber man macht gegen Bayern in letzter Minute das Tor.
Unter „Fohlen-hautnah.de" stößt man auf die Schlagzeile: „Wechsel auf Zeit oder Abschied?". Jetzt bist du einige Monate hier, wie sind da deine Ansichten?
Frederic Löhe: Erst mal ist es so, dass ich bis 2012 bei Gladbach unter Vertrag bin. Es geht alles so schnell im Fußball, vor 8 Monaten habe ich meinen Vertrag erst verlängert und jetzt bin ich seit drei, vier Monaten hier. Ich fühle mich wohl hier, das ist Fakt, jedoch habe ich bei Mönchengladbach einen Vertrag für die Saison darauf und bin hierher für ein Jahr ausgeliehen. Da mache ich mir aber momentan keine Gedanken, es ist wirklich wichtiger, das als Mannschaft zu packen und da sind Einzelschicksale erst mal ziemlich unwichtig.
Hängt es also an den Vereinen, ob du evtl. noch ein Jahr ausgeliehen wirst?
Frederic Löhe: Ich weiß nicht, wie Gladbach das plant, da muss man den Max Eberl fragen. Ich bin jetzt ein Jahr hier und versuche, meine Leistung zu bringen.
Was denkst du über Leihgeschäfte im Fußball, kann das Identifikationsprobleme geben?
Frederic Löhe: Das ist eine gute Frage, ich halte eigentlich ziemlich viel davon. Sicher ist da die Identifikation mit dem Verein, aber die Jungs, die wirklich Profis sind, haben damit kein Problem. Ich bin jetzt hier und bin voll und ganz für den SV da. Generell find ich es gut, das sieht man bei Deniz Naki von St. Pauli oder Stefan Reinartz von Leverkusen. Die waren ausgeliehen und für die Jungs ist das eine super Sache wie für mich auch. Das sollte man bei Vereinen auch in Betracht ziehen, wenn man keine Perspektive hat. Du hast unter der Gladbacher Torwartlegende Uwe Kamps trainiert, ist das dein Vorbild oder sind es andere Torhüter?
Frederic Löhe: Für Uwe Kamps war ich noch zu jung, um das richtig verfolgt zu haben (lacht). Man kann sich aber viel abschauen, von Jens Lehmann wegen der Technik oder Oliver Kahn von der Mentalität. Von Buffon kann man sich auch viel abschauen, aber Uwe Kamps ist quasi mein Mentor, der mich aus der Jugend auch hoch geholt und verbessert hat. Von ihm nehme ich natürlich immer Ratschläge an.
Du bist 22 Jahre alt, dein Ziel ist schon Bundesliga-Stammtorhüter?
Frederic Löhe: Natürlich, wenn ich das nicht hätte, wäre ich im falschen Beruf. Ich denke, jeder der jung ist und die Möglichkeit hat, dritte Liga zu spielen, hat den Anspruch, höher zu spielen.
Bei Gladbach gibt es die Torhüter Bailly und Heimeroth, aber dir ist schon in Aussicht gestellt, da ranzukommen?
Frederic Löhe: Die Intension ist, dass ich mich weiterentwickle und denen zeigen kann, was ich kann. Unabhängig, ob ich zurückgehe oder nicht. Aber die Intension von Gladbach ist, dass Sie mich vielleicht mal als Nummer 1 haben oder verkaufen, es sind alle Optionen offen.
Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?
Frederic Löhe: Ich kann mich in allen Bereichen noch verbessern, aber ich denke, ich bin im Eins gegen Eins relativ gut. Reflexe hat man oder hat man nicht, da bin ich auf einem ganz guten Weg und was Strafraumbeherrschung angeht: das kommt mit den Jahren, dass man noch souveräner wird. Auch mit der Torwarttechnik und den schnellen Beinen, was Daniel mit uns trainiert. Das sind so Sachen, die man von Training zu Training verbessern wird.
Diese Position des einsamen Wolfes, wolltest du immer Torhüter werden? Frederic Löhe: Das ist eigentlich ziemlich witzig. Bis ich 14 war, habe ich bei meinem Heimatklub FV Wiehl auf dem Feld gespielt, an dem noch meine Seele hängt. Es war Pokalfinale und im Elfmeterschießen hatte sich unser Torwart verletzt. Der Trainer meinte, ich soll ins Tor und ich habe glatt ein paar Elfmeter gehalten. Eigentlich nur Zufall, aber da er Kreisauswahl- bzw. Mittelrheintrainer war, habe ich drei Wochen später eine Einladung bekommen und da stand plötzlich drunter: „aber bitte Torwarthandschuhe mitbringen". Dann habe ich erst mal angerufen und gefragt, ob man das ernst meint und man sagte, man würde mich gern als Torwart testen. Dann bin ich zu diesem Stützpunkttraining und anderthalb Jahre später als Torwart nach Köln gegangen und dann nach Gladbach. Schon sehr witzig. Das war sicher klasse, als 2001 aus Köln jemand auf dich zukam.
Frederic Löhe: Ja, ich habe in Wiehl noch auf dem Feld gespielt und war dann einmal die Woche dienstags bei Köln im Torwarttraining. Dann haben sie mich immer mittrainieren lassen und zur C2 Jugend wollten sie mich dann haben und da habe ich das Angebot direkt wahrgenommen und bin ganz ins Tor gegangen.
Du hattest 2008 dein Bundesligadebüt gegen Wolfsburg, wie war das?
Frederic Löhe: Das war ziemlich kurios, zu der Zeit hatte ich nicht damit gerechnet. Wir hatten gerade einen Wechsel vollzogen, Gospodarek ist für Heimeroth ins Tor gekommen und dann verletzte sich Gospodarek. Natürlich habe ich jeden Tag drauf hingearbeitet. Das Spiel ist etwas doof für uns gelaufen, ich habe einen Elfmeter verschuldet, wo ich eigentlich nichts machen konnte. Ich habe drei Standardtore bekommen, das ist auch nicht so schön im ersten Spiel, zwei Elfmeter und eine Ecke. Es waren ein paar Sachen dabei, bei denen ich mich auszeichnen konnte, aber das erste Profispiel mit einer 0:3-Niederlage ist natürlich nicht so schön. Aber ich war eigentlich relativ zufrieden mit mir.
Hattest du einen speziellen Berufswunsch außer Fußballer?
Frederic Löhe: Ich hätte gern studiert, Sport an der Uni in Köln. Um im Sportmanagement oder Marketing reinzurutschen, aber eigentlich war von Anfang an das Ziel Fußballprofi.
Du hast Fachabitur als Abschluss..
Frederic Löhe: Ja, und wenn es nicht so sein sollte mit der Karriere (aber toi toi toi), dann würde ich mein Abi nachmachen und auf jeden Fall im Sport was machen, die Richtung Management.
Du pflegst auch gern die Nähe zu den Fans, nach dem Spiel oder mit eigener Homepage...
Frederic Löhe: Das mit der Homepage war ganz witzig, die habe ich zum 15. Geburtstag von meinem Bruder geschenkt bekommen. Er hat sie einfach weitergepflegt. Als ich Profi geworden bin, ist es natürlich etwas doller geworden. Das ist gar nicht speziell wegen mir als Fußballprofi, sondern aus Spaß, weil mein Bruder es mir geschenkt hat. Mein Bruder ist Marketingleiter von Audi in Ostdeutschland, er hat Medienwirtschaft studiert und ist mein Berater. Homepage Frederic
Diese Nähe zu den Fans ist dir schon wichtig?
Frederic Löhe: Meiner Meinung nach können die Fans auch viel für uns tun und wir viel für die Fans. Ich weiß selbst aus Gladbach, dass es schwere Zeiten wie jetzt gibt, wo man sich mit dem Verein als Fan identifiziert. Ich denke, dass Fans uns beflügeln können, wenn alle ins Stadion kommen und uns anfeuern. Gegen Bayern hat man es die letzten 10 Minuten gesehen, dass unser Wille auf dem Platz auf die Fans übergesprungen ist. Es gibt ja nichts Schöneres, als feiern zu können, wenn Tore fallen und man Siege genießen kann. Aber die müssen jetzt auch mal kommen.
Was hast du für Hobbys?
Frederic Löhe: Ich treffe mich gern mit Freunden, auch hier aus der Mannschaft. Natürlich fahre ich auch gern nach Hause, in letzter Zeit war das nicht so häufig, da ich mich voll auf den Fußball konzentrieren wollte. Aber mit Freunden gehe ich gern mal essen oder mache einen Spiele Abend. Play Station 3 FIFA nicht zu vergessen, mit Frank Löning oder Jan Sievers bei Tim Danneberg. Da wird schon die eine oder andere Partie ausgefochten.
Noch ein Wort über Geschmack: Musik, Autos?
Frederic Löhe: Ich mag RnB und House Musik, da ich in Köln gespielt habe, auch Karnevalsmusik zur entsprechenden Zeit. Wegen Autos, ich fahre persönlich einen Audi.
Vielen Dank Freddi, alles Gute in Sandhausen.
(Das Gespräch führte Alexander Münch) Quelle: SPORTWOCHE ONLINE (http://www.spowo.net/index_news.php?Aktion=news_lesen&news_ID=12264) |
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Morgen ist eine starke Defensivleistung gefragt, warst du zuletzt zufrieden mit deinen Vorderleuten? |
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Freitag, 24. September 2010 |
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Frederic Löhe: Ich denke schon, dass wir endlich mal gut stehen. Im Spiel gegen Stuttgart haben wir wenig zugelassen, die hatten eine Chance und machen das Tor, gegen Bayern hatten wir eigentlich nichts zugelassen. Morgen müssen wir gut stehen, aber auch offensiv nach vorne spielen und dann ist meiner Meinung nach auch ein „Dreier" drin.
Quelle: Offizielle Homepage des SV Sandhausen |
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Interview mit Freddis Torwarttrainer Daniel Ischdonat auf towart.de |
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Freitag, 24. September 2010 |
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Nach Ablauf seines Vertrages bei Mainz 05 im Sommer 2009 blieb Ischdonat vereinslos. Ende Dezember 2009 wurde er bis Saisonende vom FSV Frankfurt verpflichtet. Beim abstiegsbedrohten Zweitligisten musste er sich aber hinter Stammtorhüter Patric Klandt einordnen, der bei den Bornheimern die unumstrittene Nummer 1 ist. Zur Saison 2010/2011 wechselt Ischdonat zum SV Sandhausen. Nun kann er dort neben seiner Position als Nummer zwei auch erste Erfahrungen als Torwarttrainer sammeln. torwart.de hat mit ihm gesprochen! torwart.de: Daniel, wie kam der Kontakt nach Sandhausen zu Stande? Daniel Ischdonat: Ich habe mich im Grunde schon frühzeitig um einen Verein nach meiner Zeit in Frankfurt gekümmert. In Sandhausen gab es dann die Perspektive, dass ich noch eine Runde als Nummer zwei spielen kann und aber gleichzeitg auch eine Ausbildung als Torwarttrainer anfangen kann. Bei so einem Modell sagt man in meinem Alter kaum nein. torwart.de: Gab es auch Überlegungen, dass du noch irgendwo als Nummer eins spielen wirst? Ischdonat: Natürlich hätte ich vielleicht gerne noch irgendwo in Liga zwei gespielt. Aber wie bereits erwähnt, war das Angebot aus Sandhausen wirklich gut für mich. Zum Anderen gab es momentan wirklich viele Keeper auf dem Markt, vor allem junge Torhüter, deshalb wollte ich mich frühzeitig binden. Ich war ja bereits letztes Jahr einige Zeit vereinslos. torwart.de: In welcher Rolle siehst du dich hierbei konkret? Ischdonat: Ich soll als Nummer zwei Frederic Löhe begleiten. Zum einen auch Druck auf ihn aufüben, aber viel mehr ihn in seiner Entwicklung unterstützen. torwart.de: Große Ambitionen zu spielen hast du aber nicht mehr? Ischdonat: `Doch natürlich. Ich habe ja auch schon drei Spiele in dieser Runde gespielt, in denen ich gut überzeugen konnte. Aber ich soll vor allem die jungen Keeper in ihrem Weg begleiten. torwart.de: Wie schätzt du Frederic Löhe ein? Ischdonat: Er ist ein junger Mann, seine Qualität ist gut und er hat die richtige Grundeinstellung, das ist wichtig. Ich denke, dass er weit kommen kann. torwart.de: Wie bewertest du den Wechsel von der 1. in die 3.Liga? Ischdonat: Ich denke, dass es für ihn auf jeden Fall ein Fortschritt ist. Er hatte bei Gladbach weitgehend in der 4.Liga gespielt. Nun kann er eine Klasse höher spielen und auch Verantwortung übernehmen. Das ist wichtig in jungen Jahren. Auch in Sandhausen gibt es Profibedingungen für ihn. torwart.de Viele jüngere Keeper aber scheuen den Wechsel nach unten. Ischdonat: Das stimmt. Aber am Ende ist es doch wichtig, dass du spielst. Darauf kommt es an. Die dritte Liga hat ein sehr gutes Niveau und man kann sich hier anbieten. torwart.de: Wann kann so ein Wechsel etwa nicht unbedingt sinnvoll sein? Ischdonat: Das ist schwierig im Allgemeinen zu sagen. Aber wenn ein Torwart die Nummer zwei bei einem Erstligaverein sein kann, dann muss er sich diesen Schritt genau überlegen. Aber wie bereits gesagt, jeder braucht Spielpraxis. Und ganz besonders in jungen Jahren. torwart.de: Das Torwartspiel hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten rasant verändert. Wie hast du diese Entwicklung miterlebt? Ischdonat: Als ich damals bei Bayer Leverkusen gespielt hatte, wurde gerade die Rückpassregel eingeführt. Das hatte enorme taktische Veränderungen gebracht. Das Verhältnis zwischen Spieler und Torwart hatte sich danach komplett geändert und heute ist alles viel moderner und die Keeper sind ganz anders ins Spiel integriert. Für uns war die Umstellung am Anfang sicherlich schwierig, aber daran hat man am Ende auch die Qualität gesehen. torwart.de: Wo siehst du noch Veränderungen? Ischdonat: Ein Torwart wird ja heute nicht mehr Torwart genannt, sondern vielerorts Torspieler oder ähnlich. Das zeigt die gestiegene Bedeutung der Nummer eins. Auf den Torhütern lastet nun noch mehr Verantwortung. torwart.de: Inwiefern haben diese Veränderungen deine Ansichten geprägt? Vor allem im Bezug auf deine zukünftige Torwarttrainerkarriere? Ischdonat: Ich will natürlich auch versuchen meinen Schützlingen möglichst moderne Aspekte beizubringen. Vor allem von vielen, verschiedenen Einflüssen. torwart.de Gibt es da ein konkretes Vorbild im Torwarttrainerbereich? Ischdonat: Ich habe vor allem vor mir bei einigen Torwarttrainern etwas abzuschauen. Ich möchte auf jeden Fall bei diversen Vereinen über die Schulter schauen. Denn ich denke, dass du vor allem durch die Vielseitigkeit viel lernen kannst. torwart.de: Willst du dich auch theoretisch bilden? Ischdonat: Ich habe mir bereits ein paar Bücher bestellt, die sich mit dem Torwarttraining befassen. Bei mir ist eben der Vorteil da, dass ich aus eigener Erfahrung sprechen und vergleichen kann. torwart.de: Der Blick auf Statistiken findet in anderen Sportarten bereits sehr häufig statt. Im Fußball ist das bisher nicht so der Fall. Wie siehst du die Bedeutung davon? Ischdonat: Die Statistiken können tatsächlich einiges über Stärken und Schwächen von Torhütern und auch Feldspielern sagen. Es ist bewiesen, dass Stürmer unter Drucksituation häufiger in eine bestimmte Ecke schießen als ohne usw. So kann man als Torhüter ruhig mal eine Ecke anbieten und darauf spekulieren. Zocken gehört als Keeper dazu. Aber ich glaube daran, dass Statistiken immer wichtiger werden. torwart.de: Im Ausland ist das ja bereits teilweise der Fall. Ischdonat: Das ist richtig. Dort sind sie schon in einigen Ländern weiter. Aber das wird auch in Deutschland kommen. torwart.de: Wie schaut bei dir ein Torwarttraining aus? Inwieweit bindest du deine Keeper mit ein? Ischdonat: Bei mir läuft das in aller erster Linie so, dass ich das Programm vorgebe. Es gibt bestimmte Übungen, da kommen meine Torhüter nicht herum. So ist es am Anfang der Woche vor allem wichtig, die Sprungkraft zu trainieren, auch wenn die Jungs dann oft brummen. Aber ich bin immer offen für Vorschläge, wenn ein Torwart von mir zum Beispiel noch etwas Bestimmtes machen will. torwart.de: Hat sich die Stellung des Torhütertrainers auch im Verein geändert? Vor allem in der Entscheidungsfindung? Ischdonat: Was das Training betrifft sicherlich. Was die Aufstellung anbelangt hat sich sicherlich auch einiges getan. Der Trainer hört nun mehr auf die Eindrücke des Torwarttrainers und spricht sich ab. Hier bei uns ist das sicherlich aber schwierig, da ich gleichzeitig die Nummer zwei bin. torwart.de Inwieweit gehört eine richtige Selbsteinschätzung heute zum Erfolg? Ischdonat: Es ist absolut wichtig, dass man sich selbst einschätzen kann. Daran führt kein Weg vorbei. torwart.de: Es wird oft vorgeworfen, dass junge Spieler nicht kritikfähig seien. Ischdonat: Ich würde sagen, dass die meisten Spieler heute sehr sensibel auf Kritk von außen reagieren. Aber die Probleme sehe ich nicht einseitig. Es ist vor allem auch darauf geschultert, dass es doch für die Medien äußerst schwierig ist, ein Spiel fachmännisch zu beurteilen. Meistens sieht man doch nur gute Paraden als Zuschauer. torwart.de: Dennoch: Sollte man mehr zu seinen Fehlern stehen? Ischdonat: Ein gutes Rückgrat ist absolut wichtig und zeugt von Größe. Das sollten Spieler auf jeden Fall beherrschen. torwart.de: Wie war das bei dir? Ischdonat: Ich war immer sehr selbstkritisch dem gegenüber. Ich habe immer nach Spielen gesagt, was ich hätte besser machen können. So sollte man aber auch sein: Man muss sich immer weiter verbessern. torwart.de: Was sollte ein guter Keeper alles mitbringen? Ischdonat: Er sollte immer den Willen haben, an sich zu arbeiten. Dazu immer selbstbewusst auftreten, solange es noch gesund ist und Talent mitbringen! Quelle: http://www.torwart.de/Sandhausen-D-Ischdonat.5681.0.html |
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